Status Quo

Atemschutzmasken heute

Was können FFP2-Masken leisten –

und was nicht?

Sicherlich ist es für einen großen Teil der Bevölkerung schwer nachvollziehbar, warum die Ausbreitung der Pandemie trotz Schutzmaßnahmen so rasant erfolgen konnte. Hierzu muss man sich etwas näher mit der hauptsächlichen Übertragungsform vertraut machen – und natürlich auch mit den bisherigen Atemschutzmasken, die bislang verfügbar und genehmigt waren.

Das Coronavirus selbst hat eine Größe von gerade einmal 80-140nm und gehört zur höchsten Risikokategorie bei Viren – der Klassifizierung 3. Zunächst ging man davon aus, dass sich das Virus durch Tröpfchen und Aerosole verbreitet. Heute weiß man, dass es sich auch unabhängig davon in der Luft verbreiten und auch ohne Wirt bis zu 30 Stunden überleben kann.

Aus Mangel an Alternativen war zu Beginn der Coronapandemie nahezu jede Mund-Nasen-Bedeckung erlaubt; selbst genähte Baumwollmasken, Plexiglasscheiben oder medizinische Einwegmasken. Spätestens seit dem zweiten Lockdown sind ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz oder FFP-Masken verpflichtend, deren Filtereigenschaften anhand gesetzlicher Vorgaben und technischer Normen festgelegt sind. Die Sicherheitsklassifizierungen für diese Atemschutzmasken kommen aus dem Arbeitsschutz.

Doch selbst bei hochwertigsten FFP2- oder FFP3-Masken ist der Schutzeffekt nur dann gewährleistet, wenn sie durchgehend und dicht anliegend getragen werden – und wenn sie nicht infolge von Durchfeuchtung an Wirkung verlieren.

Partikelfiltrierende Halbmasken

Die derzeit angeratenen FFP2-Masken bieten folgenden Schutz:

„FFP2 Masken filtern mindestens 94 % der in der Luft befindlichen Partikel und schützen bis zu einem 10-fachen des jeweiligen Grenzwertes (AGW*). Atemschutzmasken dieser Schutzklasse schützen den Träger vor festen und flüssigen Partikeln, Staub, Rauch und Aerosolen, die für die Gesundheit schädlich sind. FFP2 Atemschutzmasken werden in Bereichen eingesetzt, in denen fibrogene Partikel vorkommen, die kurzfristig zur Reizung der Atemwege führen und langfristig dem Lungengewebe schaden können. Zudem teilweise Schutz vor Viren der Klassifizierung 2. Eigentlich aber nicht bei Viren der Klassifizierung 3! Dazu wären FFP3 Masken notwendig.“

Quelle: Uvex

„Auch mit Maske sollte der vom RKI empfohlene Sicherheitsabstand von mindestens 1,50 m zu anderen Menschen eingehalten werden. Die Maske muss gut passen und über Mund, Nase und Wangen sitzen. Die Ränder der Maske sollten eng anliegen und keine Luftströme an der Maske vorbei erlauben. Eine FFP-Maske kann ihre volle Filterleistung nur dann erbringen, wenn sie dicht sitzt. Bei der ersten Verwendung sollte getestet werden, ob die Maske genügend Luft durchlässt, um das normale Atmen möglichst wenig zu behindern. Eine durchfeuchtete Maske sollte abgenommen und gewechselt werden. Beim Abnehmen der Maske sollte diese möglichst immer an den Bändern der Maske angefasst werden. Nach Absetzen der Maske sollten die Hände unter Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln gründlich gewaschen werden (mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife). Die Masken sind vom Hersteller als Einwegprodukte vorgesehen. Sie sollten regelmäßig gewechselt und nach Verwendung entsorgt werden.“

Quelle: BfArM

 

Nur Barrieren – keine Filter

Grundsätzlich bieten FFP2- und FFP3-Masken nur so lange Schutz, wie ihre elektrostatische Aufladung intakt ist. Die Viren werden nicht dadurch gefiltert, weil die Maschen des Gewebes so eng sind, sondern weil das Gewebe elektrostatisch aufgeladen ist.

Diese elektrostatische Aufladung funktioniert allerdings nur solange das Gewebe nicht feucht wird. Bei Regen, hoher Luftfeuchtigkeit oder beim Schwitzen und durch feuchten Atem verliert auch die beste Maske über kurz oder länger an Wirkung.

Zudem beeinträchtigt der „Tragekomfort“ der enganliegenden Masken den Träger erheblich, da er permanent gegen das Gewebe atmen muss.
Insofern schützen uns die aktuellen Mund-/Nasenschutz-masken nur bedingt sowie zeitlich sehr begrenzt. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Dauer des Corona-Impfschutzes hinsichtlich Mutationen noch ungewiss ist. Die Schutzfunktion des Securer hingegen nicht.